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Die Karma Kagyü Linie Unser Linie ist eine der großen buddhistischen Schulen in Tibet. Als Linie der mündlichen Überlieferung legt sie besonderen Wert auf Meditation und die unmittelbare Verwirklichung der Natur des Geistes durch die Übertragung des Lehrers. Sie findet ihren Ursprung beim historischen Buddha und wurde in Indien durch erleuchtete Meditationsmeister überliefert. Vor 1000 Jahren gestalteten große Verwirklicher (skr.: Mahasiddhas) wie Naropa und Maitripa, sowie die bekannten Yogis Marpa und Milarepa die Linie als eine lebensnahe Laienbewegung. Gampopa entwickelte kurz danach sein Klosterwesen. Sein Schüler Karmapa gilt als der erste bewusst wiedergeborene Lehrer Tibets. Seit dem 12. Jahrhundert hat die ununterbrochene Reihe der Karmapa-Wiedergeburten die Linie lebendig und kraftvoll gehalten. Die Karma Kagyü Linie lehrt neben dem in Asien traditionellen Weg auch einen Weg für Laien und Verwirklicher, der auf die Entwicklung von Einsicht, Freude und Selbständigkeit in der heutigen Welt zielt. Er hilft, den eigenen inneren Reichtum zum Besten aller Wesen zu entdecken und entfalten. Unser Zentrum steht in der Tradition des Diamantwegbuddhismus. Der Diamantweg (tibetisch: Vajrayana) und seine Sicht des Großen Siegels ist das am schnellsten wirksame Mittel innerhalb der Lehren der Karma Kagyü Linie und basiert auf den anderen beiden Wegen, die Buddha lehrte (Hinayana und Mahayana).
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Meditation in Zurückgezogenheit Bedeutung einer Zurückziehung "Um aus der immer kostbarer werdenden Zeit den größtmöglichen Gewinn zu ziehen, ist der Aufenthalt in einem schon aufgebauten Erleuchtungsfeld sehr nützlich. Obwohl die Wahrheitsebene überall dieselbe ist, verdichten sich die Kraftkreise der Freudenebene am stärksten dort, wo der Segen dafür gezielt gelegt wurde. Der erwünschte Aufbau von geistigem Überschuss wird an solchen Stellen wirksamer sein. Voraussetzung für den vollen Vorteil einer solchen Zurückziehung ist der Schutz der buddhistischen Zuflucht und der Entschluss, den Diamantweg der Karma Kagyü Linie zu gehen." Lama Ole Nydahl Welche Arten von Zurückziehungen gibt es? Länge und Gestaltung eines Retreats bestimmt man selbst. Für Anfänger sind offene Zurückziehungen sinnvoll. Hier nimmt man sich vier Sitzungen am Tag vor, wobei die Länge der Meditation variabel ist. In der verbleibenden Zeit hilft man etwas im Zentrum und hat dadurch ganz natürlich Austausch mit der Sangha. Bei geschlossenen Zurückziehungen spricht man nicht mit Anderen und nimmt auch die Mahlzeiten alleine ein. Diese Form von Zurückziehung ist erst dann sinnvoll, wenn man bereits einige Jahre Erfahrung mit Diamantwegmeditationen hat.
Retreat, im tibetischen "Isam" bedeutet "Abgrenzung". Den Ort des Retreats für die Zeit der Zurückziehung nicht zu verlassen, ist ein Schutz für die Meditations- praxis. Da wir unser Zentrum hauptsächlich als ein Retreatzentrum verstehen, raten wir Euch dazu. Für Urlaub könnt Ihr gerne extern in einer Pension wohnen und dann an der abendlichen Meditation teilnehmen. Was ist der Unterschied zwischen einer Zurückziehung und täglichen Meditationen? Durch Meditation lernt man den Geist kennen. Dabei versuchen wir, uns von festgefahrenen inneren Mustern und erwarteten äußeren Rollen zu lösen. Eine Zurückziehung von mehreren Tagen bis Wochen verstärkt diese Wirkung deutlich, indem sie mehr Abstand zum Alltag schafft. Nicht abgelenkt durch die Geschäftigkeit des Alltags, werden Geistesruhe und Einsicht fließender und tiefer erfahren. Durch die Sicht des Diamantweges kann man die Erfahrungen einer Zurückziehung und die des täglichen Leben verbinden. Hinweis: Voraussetzung für ein Retreat bei uns ist, daß man die buddhistische Zuflucht bei einem unserer Lehrer genommen hat und zumindest an einem Einführungskurs teilgenommen hat.
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